Vom Plastikmüll zum Pflasterstein

r.e.mix-Team / 28. September 2017 / Allgemein

Eigentlich sind Plastikverpackungen in Kamerun verboten. Dennoch sammeln sich auf den Straßen weiterhin Unmengen von Müll an, denen das Land nicht Herr wird. Der Grund: Plastik ist im Erwerb viel billiger als alternative Materialien. Der afrikanische Fußballspieler Roger Milla setzt nun auf einen nachhaltigen Ansatz, um seinem Heimatland zu helfen: Er will die weggeworfenen Verpackungen als Rohstoff für neues Baumaterial nutzen.

Vom Nationalheld zum Umweltschützer

Er ist die Sportlegende Afrikas: Roger Milla besiegte mit Kamerun bei der Weltmeisterschaft 1990 den damals amtierenden Weltmeister Argentinien und schoss seine Mannschaft bis ins Viertelfinale. Mit seiner Stiftung „Coeur d’Afrique” – dem Herzen Afrikas – verschafft der heute 65-Jährige Kindern und Jugendlichen Zugang zu Bildung, Arbeit und Freizeitaktivitäten.

Recyceln für neue Rohstoffe

Auch sein neues Projekt läuft unter der Schirmherrschaft der Organisation und setzt sich mit der Müllproblematik in Kameruns Hauptstadt auseinander. Achtlos weggeworfene Flaschen und Tüten verstopfen dort Abflussrinnen sowie Flüsse und verursachen so regelmäßig Überflutungen. In Zusammenarbeit mit Gemeinden und der städtischen Müllabfuhr beschäftigt Coeur d’Afrique nun Jugendliche, um regelmäßig Plastik aus Mülltonnen, Rinnen und Bächen zu sammeln.

Der gesammelte Abfall wird dann von weiteren Beschäftigten nach Beschaffenheit und Eignung für den Schmelzvorgang getrennt, erhitzt und mit Sand vermischt. Die fertige Masse wird in Formen gegossen, um daraus Pflastersteine herzustellen. Die Trocknung dauert bei Raumtemperatur lediglich 15 Minuten. Dazu sind die Plastikplatten wasserdicht und können sogar in sumpfigen Gebieten verlegt oder für Abwassertanks genutzt werden – und sind außerdem erheblich billiger als herkömmliche Pflastersteine.

Mit innovativem Denken Arbeitsplätze schaffen

Die Recycling-Platten wurden von der Stadtverwaltung von Yaoundé bereits für verschiedene Projekte genutzt. Und auch das Nationale Olympische Komitee hat diese für den Bau eines Handballfeldes eingesetzt.

Coeur d’Afrique zielt darauf ab, bis Ende 2017 über 2.500 Jugendliche in den Prozess der Herstellung von den Plastik-Pflastersteinen einzubinden. So gelingt es Roger Milla, Umweltbewusstsein mit seinem Herzensprojekt zu vereinen und der Arbeitslosigkeit von jungen Menschen entgegenzuwirken.

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